Calcotada

Eine Calçotada ist sowohl die Bezeichnung für ein traditionelles bäuerliches Volksfest in Katalonien, das angeblich seinen Ursprung in der Stadt Valls hat, als auch für die gleichnamige Spezialität der katalanischen Küche. Inzwischen findet das Fest in vielen Regionen im Osten Kataloniens statt, und zwar immer im Spätwinter/Frühjahr. Dabei werden neben den namengebenden „Calçots“, eine Art Frühlingszwiebel bzw. Lauchzwiebel, weitere Speisen verzehrt, in der Regel gegrilltes Fleisch.

Als „Calçot“ werden die Sprösslinge einer voll entwickelten weißen Zwiebel bezeichnet, die wieder in die Erde eingesetzt wurde.

Traditionell werden die Calçots auf einen groben Rost gelegt und solange über offenem Feuer, vorzugsweise aus altem Rebholz, gegrillt, bis die äußere Haut schwarz geworden ist. Stilecht werden die Calçots auf halbrunden Dachziegeln serviert. Zum Verzehr werden die Calçots an den verbliebenen inneren Blättern gehalten. Mit der anderen Hand wird die schwarzgebrannte Haut abgestreift. Der weiße und zarte Teil der Frühlingszwiebel wird anschließend in eine würzige Soße, wie Salvitxada oder Romesco, getunkt und aus der ausgestreckten Hand genossen. Da die Zwiebeln in Soße getunkt werden und die äußere verkohlte Schicht mit der Hand zum Tisch abgestreift wird, bleibt ein gewisses Kleckern und Beschmutzen nicht aus, so dass in Restaurants üblicherweise zum Calçot-Essen Lätze verwendet werden.

Auf der verbliebenen Glut wird das Fleisch für das Hauptgericht gegrillt und Brot geröstet. Die Schlachtplatte besteht meistens aus Blutwurst, Kotelett und Lammfleisch, garniert mit weißen Bohnen und Artischocken. Dazu trinkt man typischerweise Rotwein aus dem Porrón, einem spanischen Trinkgefäß, oder einen örtlichen Cava.

(Quelle Wikipedia)

 

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