Berlin

2015 Berlin 09

 

Im Juli 1999 sind nicht nur die Regierung und ihre Ministerien nach Berlin gezogen. Auch ich habe meine Koffer gepackt und habe dort meine Zelte aufgeschlagen.

Die Bonner „besetzten“ auf einmal Berlin und wurden am Anfang allerdings mit Argusaugen beobachtet. Denn „wir“ brachten nicht nur die vielen Regierungsbeamten mit in die Stadt, sondern auch noch den Karneval und viele weitere rheinländische Bräuche. Es brauchte schon ein bisschen Zeit, bis die Berliner sich daran gewöhnt haben und „uns“ akzeptierten.  🙂

Allerdings die vier Jahre, die ich in Berlin gelebt habe, waren sehr spannend. Nicht nur der neue Job hat mich herausgefordert, sondern die große Stadt selber hatte ihre Reize, eine Vielfalt an Unternehmungen waren möglich – vor allem schön mit dem Fahrrad zu erkunden. Die Fotografie ist dabei auch nicht zu kurz gekommen. Ganz im Gegenteil: hier habe ich erst richtig angefangen und die vielen fotografischen Details entdeckt . . . und meine Leidenschaft zur Fotografie ausgebaut und ausgetobt.

 

Nachts in Berlin

 

East Side Gallery

Ein Stück deutsche Geschichte: die East Side Gallery. Sie ist das längste erhaltene Teilstück (1316 m) der Berliner Mauer zwischen dem Berliner Ostbahnhof und der Oberbaumbrücke entlang der Spree. Hier findet man Gemälde, die die politischen Veränderungen der Jahre 1989/90 darstellen, wie zum Beispiel Szenen der Passkontrollen zwischen Ost und West oder der berühmte Bruderkuss zwischen Breschnew und Honecker, der um die Welt ging.

Geschichtliche Motive sind auf der ehemals Ost-Berlin zugewandten Seite der Mauer reichlich zu finden. Auf der West-Seite, entlang der Spree findet man “frei” kreierte Malereien und Schmierereien.