Trujillo

Nach Lima und Arequipa ist Trujillo die drittgrößte Stadt Perus und die schönste Kolonialstadt im Norden des Landes. Prachtvolle Innenhöfe, verzierte Holzbalkone und schmiedeeiserne Fenstergitter unterstreichen den kolonialen Charme. 1820 proklamierte die Stadt als erste in Perú ihre Unabhängigkeit von Spanien.

 

Huaca de la Luna

Ein sehr sehenswertes Ziel in der Umgebung von Trujillo ist die „Huaca del Sol y Huaca de la Luna“. Die Sonnen- und Mondpyramide sind willkürliche spanische Namensgebungen für zwei riesige Konstruktionen aus Adobe-Ziegeln. Ihre Erbauer, die Mochica, herrschten an der Nordküste Perus von ca. 200 v.Chr. bis 800 n.Chr. Die Sonnenpyramide maß ursprünglich 345 x 160 m und war 48 m hoch. Ca. 140 Mio. Ziegel wurden für den Bau verwendet. Da die Spanier Goldschätze im Inneren der Sonnenpyramide vermuteten, leiteten sie den Río Mochica gegen die Anlage, um etwaige Schätze auszuschwemmen. Aber auch Grabräuber sowie der Zahn der Zeit haben beständig dazu beigetragen, dass heute nur ungefähr ein Drittel des Originalvolumens der gigantischen Pyramide erhalten geblieben ist. Sowohl Überschwemmungen als auch Dürreperioden waren für die Bewohner der Küste lebensbedrohlich. Um solches Unheil abzuwenden, versuchte man mithilfe von Menschenopfern die Götter milde zu stimmen. 1995 entdeckte man in der Nähe der Mondpyramide Dutzende Skelette von Männern, die Spuren von Opferhandlungen aufwiesen. Vermutlich waren es Kriegsgefangene, deren Schicksal hier zu Ehren der Götter besiegelt wurde. Darstellung dieser Opferzeremonien wurden nicht nur auf kunstvollen Keramiken gefunden, sondern dekorieren auch die farbigen Wandreliefs der Mondpyramide.

 

 

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