“Castil de Tierra” – Bardenas Reales

Der Naturpark “Bardenas Reales” ist eine Halbwüste im Südosten Navarras, in der über tausende Jahre hinweg das Wasser- und Winderosion Schluchten, Plateaus und skurrile Formen geschaffen hat, die einen staunen lässt. Er hat eine Fläche von etwa 41.845 ha, seit 1999 größtenteils als Naturpark geschützt. Im Jahr 2000 wurde diese Region von der UNESCO zudem zum Biosphärenreservat erklärt worden.

 

Der Park zeichnet sich durch seine für die Region sehr ungewöhnlichen Halbwüstenlandschaften aus, die in völligem Gegensatz zu den grünen Landschaften im Norden Navarras stehen. Die “Bardenas Reales” sind das Ergebnis eines ganz besonderen Klimas, das durch heiße Sommer, kalte Winter und lange Dürreperioden gekennzeichnet ist, die in der Regel von starken Regenfällen unterbrochen werden.

Es gibt auch eine ganz besondere Windströmung, die die “Bardenas” durchquert, dieser Wind wird “cierzo” genannt: Der Druckunterschied zwischen dem Kantabrischen Meer und dem Mittelmeer erzeugt diesen starken Windstrom. Der “cierzo” ist verantwortlich für die schroffen Landschaften, Schluchten und Hochebenen, die durch die Erosion des Bodens entstehen.

 

Der Naturpark ist in drei Hauptbereiche unterteilt:
La Bardena Blanca” wird durch die zentrale Ebene des Parks gebildet, die dem wüstenartigsten Bereich entspricht.
El Plano” ist eine kleine Hochebene, die fast völlig flach ist.
La Bardena Negra” befindet sich an der Grenze zu Aragonien. Sie ist gekennzeichnet durch Hochebenen auf verschiedenen Höhen und einige Bäche am Fuße der Schluchten.

 

Castil de Tierra (Schloss aus Erde/Gestein)

Eines der Hauptattraktionen in der “Bardena Blanca” ist die als “Castildetierra” bekannte Formation, die zum Wahrzeichen dieses Naturparks geworden ist. Es handelt sich um eine große Felsnadel, eine Formation, die als “Cabezo” bekannt ist. Ein “Cabezo” ist das Ergebnis und das beste Beispiel für den Erosionsprozess, den diese Orte im Laufe von Millionen von Jahren durchlaufen hat.

Nicht zuletzt sind Spaniens Wüsten ebenso attraktive Film- und Videokulissen. Hier wurden unter anderem Szenen für den Film “Für eine Handvoll Dollar” (1964), “Spiel mir das Lied vom Tod”, “Exodus: Götter und Könige” gedreht. 1999 kämpfte sich sogar Pierce Brosnan als James Bond in “Die Welt ist nicht genug” durch das steppenähnliche Ödland.

 

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