Die Ausstellung von Yayoi Kusama in Köln ist ein intensives visuelles Erlebnis, das Besucher in eine faszinierende Welt aus Punkten, Spiegelungen und unendlichen Räumen entführt. Ihre berühmten Infinity Rooms spielen mit der Wahrnehmung und dem Raumgefühl und lassen die Grenzen zwischen Realität und Illusion sowie zwischen Innen und Außen verschwimmen. Farben, Licht und Wiederholungen erzeugen dabei eine hypnotisierende Atmosphäre.
Yayoi Kusama, 1929 in Japan geboren, zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlerinnen weltweit. Ihr Werk ist stark von persönlichen Erfahrungen geprägt: Schon früh begann sie, ihre Halluzinationen und inneren Bilder künstlerisch zu verarbeiten. Die charakteristischen Punkte („Polka Dots“) wurden zu ihrem Markenzeichen und stehen für Unendlichkeit, Auflösung und die Verbindung des Individuums mit dem Universum.
Nach Stationen in New York, wo sie enge Verbindungen zur Avantgarde pflegte, kehrte Kusama später nach Japan zurück, wo sie bis heute lebt und arbeitet. Ihre Kunst bewegt sich zwischen Malerei, Skulptur, Installation und Performance und hat eine ganz eigene, unverwechselbare Sprache entwickelt.
Die Ausstellung in Köln bietet einen eindrucksvollen Einblick in ihr Werk und zeigt, wie es Kusama gelingt, persönliche Themen in universelle, emotionale Erlebnisse zu verwandeln.














