Dieses großformatige Wandbild „Virus der Macht“ des Künstlers Oldhaus befindet sich an einer Gebäudefassade in der Hansaallee im Düsseldorfer Stadtteil Lörick. Das im Jahr 2025 entstandene Werk ist schon von Weitem sichtbar und zieht mit seiner Gestaltung die Blicke der Passanten auf sich. Sofort geht das „Kopfkino“ an. Also musste ich an der Haltestelle erst einmal aussteigen und mir das Haus genauer anschauen.
Im Zentrum des Wandbildes ist ein überdimensionales Virus zu sehen, auf dessen Oberfläche die Gesichter verschiedener internationaler Politiker und Machthaber erscheinen. Zu erkennen sind unter anderem Donald Trump, Wladimir Putin, Xi Jinping, Kim Jong-un, Ali Chamenei und Benjamin Netanjahu. Nach Aussage des Künstlers versteht sich das Werk als Kritik an Machtmissbrauch und den Folgen politischer Entscheidungen. Das Virusmotiv symbolisiert dabei die Ausbreitung von Macht, Einfluss und Konflikten, deren Auswirkungen weit über nationale Grenzen hinausreichen.
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Besonders eindrucksvoll ist der Kontrast zwischen der bedrohlich wirkenden zentralen Darstellung und der friedlichen Landschaft im Hintergrund. Diese bewusste Gegenüberstellung verleiht dem Werk eine zusätzliche symbolische Dimension und lädt dazu ein, über die Auswirkungen von Macht und Politik auf Gesellschaft und Weltgeschehen nachzudenken.
Bereits kurz nach seiner Fertigstellung sorgte das Wandbild ür öffentliche Diskussionen. Vor allem die Zusammenführung unterschiedlichster politischer Akteure in einer gemeinsamen Symbolfigur löste Debatten über politische Kunst, deren Interpretation und die Grenzen der Kunstfreiheit aus. Unabhängig von der persönlichen Sichtweise zeigt das Werk eindrucksvoll, wie Street Art gesellschaftliche und politische Themen aufgreifen, Denkanstöße geben und öffentliche Diskussionen anstoßen kann.